Samstag, 10. Oktober 2009

Das Leben in Tully ( oder vielmehr: die Wochenenden)

Jetzt sind wir schon wieder fast 3 Wochen hier in Tully und die Zeit fliegt nur so dahin..

Die Arbeit versuesst unsere Woche ;), denn ausser dem Arbeiten, einkaufen, kochen, waschen und lesen, bleibt nicht viel Zeit fuer andere Dinge.
Die Wochenenden sind dann die einzigen Tage, wo man ausschlafen und relaxen kann.

An unserem ersten Wochenende in Tully waren wir Freitags im Rafters (die Bar, direkt bei unserem Hostel). Es ist der einzige "Club" hier, doch wir waren so muede von den ersten Arbeitstagen, dass wir nicht lange durchgehalten haben.
Sanstags haben wir dann nur so gechillt und einen Film angeschaut (Into the wild :)) Dieser macht eine solche Lust aufs Reisen, klasse!
Hier im Hostel ist auch ein Pool den wir genossen haben, nur beim ersten Hineinspringen, wusste ich noch nicht dass es sich um Salzwasser handelt.. :D
Am Sonntag wollen wir dann nach Mission Beach fahren, aber da der Bus one way 20$ kostet ueberlegten wir uns eine Alternative: Trampen!
Nach vielen Hin und Her ueberlegen stiefelten wir los. Als wir dann mit viel Verunsichrung den Daumen rausstreckten hielt auch glaich das erste Auto an: Eine Frau mit Kind, also weniger Risiko!
Die Frau, Roxy, wa total freundlich und lieb, wir unterhielten uns die gesamte Fahrt ueber Australien, Deutschlnd, unsere Reise und ihr Leben. Ihr muesst wissen, Australier sind begeisterte Smalltalker. An jeder Ecke, im Supermarkt, in der Bank usw. wird man nach seinem Befinden gefragt.
Roxy fuhr uns also nach Mission Beach und bot uns auch gleich an, uns wieder mit zurueck zu nehemn, was wir dankend annahmen:)
In Mission Beach lagen wir den ganzen Tag faul am Strand und liessen die Sonne auf unsee baeuche scheinen, ausserdem genossen wir das tolle Meer! Schliesslich entschieden wir uns nach North Mission Beach zu gehen, wo wir in ein kleines italienisches Restaurant noch nachtraeglich auf meinen Geburtstag nstossen wollten. Nach einer guten Stunde Strand-Marsch kamen wir auch endlich an. Doch schon etwas spaeter mussten wir wieder den Rueckweg antreten, um unser Rueckfahrt-Taxi zu bekommen. Gesagt, getan und schliesslich geschafft, wenn auch nur knapp ;).Roxy bot uns dann auf der Rueckfahrt auch an uns jederzeit, wenn sie noichmal faehrt mit nehmen zu koennen etc. Also, mit dem Trampen haben wir einen richtigen Gluecksgriff gelandet!
Dies war somit dann auch die erste richtige Erfahrung mit dem easy-going Life der Australien. (Abgesehen von Nachrichten auf offenen Ladentueren mit "Back in a minuite, oder Auto- Computermaeuse in Banken, mit bunten Girlanden an den Decken und Kapuzenpullis statt Anzug und Krawatte!)

Das naechste Wochenende sollte dann mit einem Abend im Rafters beginnen(nach einer ganz normalen, langweiligen Arbeitswoche, abgesheen von dem fruehen aufstehen). Doch der Barbesitzer, Nathan hat dies ein bisschen veraenert, indem er uns einen Job in der Bar angeboten hat. Also haben wir an dem Freitag in der Bar gearbeitet. Ob das jetzt regelmaessig sein wird, ist noch nicht klar. Das ist alles etwas lockerer, wenn er einen braucht, fragt er einfach nach.
Am Samstag konnten wir dann freiwillig fuer die Farm arbeiten, was wir nach der langen Bar-Nacht dankbar abgelehtn haben und lieber ausschlafen wollten. Da man in Tully und dessen Umgebung nicht besonders viel machen kann, haben wir dann auch nur gechillt, den Pool genossen und Filmchen geschaut. Am Sonntag fand dann noch ein Tischtennis turnier statt, wo die Asiaten all ih koennen unter Beweis stellen konnten ;).

Naja und dann ging auch schon wieder die Arbeitswoche los, die etwas auregender werden wollte. Schliesslich sehen wir bei der Arbeit ziemlich viele unterschiedliche Tiere an und um die Baeume herumkriechen, am haeufigsten sind dabei die Juwelen-Spinnen, grosse Heuschrecken, giftgruene Froesche, vorbeihuepfende Kaenguruhs, Eidechsen und Ratten. Doch vergangene Woche konnte ich das erste Mal eine erfahrunf mit Schlagen machen. Zuest in eine ueber ein Meter lange Schlange ueber den Boden Gehuscht, wir dachten es waere ein Taipan gewesen, der einen in einer halben Stundetoeten kann. Doch letzlich erklaerte uns Peter, dass es nur eine ungefaehliche Schlange gewesen sein kann. Aber trotzdem lag mir bzw auch den anderen Maedels der Schock noch in den Knochen, als ich dann ein Blatt abschneiden wollte, kam eine flinke Tree-Snake herausgeschossen und versuchte ihren Baum mit aller Macht zu verteidigen, ausserdem guckte sie mich mit ihren grossen, schwazen Knopfaugen estaunt an, sodass ich sie einfach in Frieden lies.Aber das wars dann auch schon wieder mit den aufregenden Geschichten der Arbeit. Es ist weiterhin aetzend so frueh aufzustehen und ebenso anstrengend in der Hitze zu arbeiten (vor allem weil es jeden Tag waermer wird- immerhin geht es hier auf den Sommer zu), aber man gewoehnt sich daran und ich bin auch nicht mehr ganz so muede nach der Arbeit.. :)
Gestern, am Samstag konnten wir uebrigens auch arbeiten gehen, was wir dieses Mal auch taten, es war richtig easy mit langen Pausen und nur Stringing, zu dem war es auch noch sehr bewoeklt und deswegen nicht ganz so anstrengend!

Achja, heute hat es hier das erste Mal seit Monaten geregnet, aber es ging nur ueber 10 Minuten. In Tully warten alle auf Regen, weil dann die Bananen schneller wachsen und es logischerweise auch mehr Arbeit gibt. Ausserdem ist es komisch hier ueber Monate keinen Tropfen Regen zu haben, denn Tully ist der naesseste Ort Australiens.


Naja jetzt gehe ich mich mal wieder, weiter ausruhen und meinen restlichen Sonntag geniessen, bevor es morgen wieder so frueh losgeht!
Achja, meine Adresse hier ist: :)

Antonia Wildenburg

Banana Barracks

50 Butler Street

4854 Tully, QLD (Queensland)

Australia

4 Kommentare:

  1. Hi Tona, schön von dir zu lesen. Das mit dem ganzen Viehzeug find ich ja nicht so prickelnd, also ich hätte da echt Panik vor Spinnen und Schlangen. Habt ihr deshalb auch die Gummistiefel an? So wie es bei dir von Tag zu Tag wärmer wird, wird es hier bei uns ungemütlicher, wir haben jetzt abends schon immer den Kachelofen an, es regnet viel die Blätter fallen ab und manchmal stürmt es schon. Ich wünsche dir noch eine schöne Zeit auf der Bananenfarm. Wir denken hier ganz oft an dich und freuen uns immer wenn wir was von dir hören. Unser Sonntag hat gerade erst angefangen. Laß es dir gutgehen. Liebe Grüße Michaela

    AntwortenLöschen
  2. hey süße,

    wie lang bleibst du denn jetzt da beim bananen pflücken??? hast ja gemerkt wie lang mein erster brief gebraucht hat, das waren locker 20 tage :( lohnt es da noch einen zuschreiben? :D:D:D

    naja meld dich :*

    AntwortenLöschen
  3. Hallo Toni, es fällt mir, mit dem einsetzendem Herbst,immer schwerer,mir dich zwischen Kängurus,Schlangen und Bananen vorzustellen.Ich freue mich immer wieder von dir zu hören und zu wissen dass es dir gut geht und du den Spass behältst.Wie ist eigentlich das essen? LG.Britta

    AntwortenLöschen
  4. Denke gerade ganz fest an dich! Hab dich lieb, meine Kleine!

    Kuss, Larissa

    AntwortenLöschen