Mittwoch, 13. Januar 2010

Road Trip to Melbourne

Nun haben wir unseren Road Trip schon wieder vollendet und es war eine grandios gute Zeit!
In Sydney ging es vor einer guten Woche los. Wir trafen uns mit den Jungs, um gleich loszuduesen, unser Gepaeck war bereits verstaut, doch leider sprang der Motos nicht an! Im Kopf ueberlegte ich mir schon jegliche Ausweichmoeglichkeiten.. Aber praktischerweise kam gerade ein Australier vorbei, der uns gleich seine Hilfe als Mechaniker angeboten hat. Er stellte fest, dass nur die Batterieschrauben nicht richtig festgezogen waren, also konnten wir nach diesem kurzen Schock endlich los :)
Wie bereits erwaehnt machten wir uns auf den Weg nach Melbourne, doch zuerst folgte ein Abstecher in die Blue Mountains. Dort guckten wir uns ersteinmal die beeindruckenden Felsen der Three Sisters an, suchten uns einen Supermarkt und einen kostenlosen Campingplatz. Waehrend die Jungs (Chrisi und Marius) unser Zelt aufbauten, konnten Anna und ich schonmal auf dem Gaskocher das Essen zubereiten. Alles wurde, wie das nunmal beim Zelten so ist, improvisiert, doch letztlich lief alles super. Das Spuelen konnten wir im anliegenden Fluss erledigen und das Lagerfeuer an einer geeigneten Stelle entfachen, das einzig ungemuetliche ware wohl der Plumsklo :D
In der Nacht kuehlt es sich so richtig ab, so dass ich eigentlich jede Nacht gegen 5Uhr morgens wach wurde, um mir noch etwas waermeres anzusiehen.
Am folgenden Tag machten wir einige Wanderungen durch die BlueMountains, kamen zu einem Wasserfall und so tollen Aussichtspunkten, breathtaking sage ich da nur :) Achja die Blue Mountains haben wirklich einen blauen Schein ueber den Baeumen-deswegen wohl auch der Name, was Daempfe von den Eukalyptusbaeumen sind, nur so nebenbei :P
Anschliessend fuehren wir zu Tropfsteinhoehlen, wanderten dort aber zumeist nur drum herum, weil es sonst nur ewig lange Fuehrungen gab, worauf wir nicht richtige Lust hatten. Auch so hat es sich gelohnt, denn allein der Weg dorthin war toll. Egal wohin man schaut, aus dem Auto heraus, man sieht kilometerlanges unberuehrtes Land, was so viele unterschiedliche Zonen aufweist. Waehrend wir dort noch umringt von Bergen waren, so fuhren wir am naechsten Tag durch Regenwaelder oder aber auch flache, trockene Landabschnitte. So abwechslungsreich habe ich es noch nie erlebt. Natuerlich sind die Entfernungen, die man hier zurueck legt wesentlich weiter als irgendwo sonst auf der Welt, aber es war trotzdem so super!
Naja jedenfalls ging es am Tag darauf auch schon weiter, auf dem Weg nach Canberra, der Hauptstadt Australiens hielten wir noch am Blowwhole. So toll es im Reisefuehrer klang, so enttaeuschend war es :D Der Landabschnitt und das Staedchen drum herum war wiedermal sehr schoen, aber dass das Wasser aus dem felsen geschossen kam, konnten wir nicht beobachten. Wir warteten und warteten so gespannt, wie toll es wohl aussehen weurde, doch nichts geschah... Schade, schade...
Also ging es weiter nach Canberra. Dort schauten wir uns das alte Parlamentsgebaeude an und es ging so viel Zeit dafuer drauf, dass wir danach gerade mal das aktuelle Parlamentgebaeude anschauen konnten und zum Campingplatz kamen. Die Nacht verbrachten wir in einem Nationalpark, wo Kaengurus dirket an unserem Zelt vorbei gehuepft sind.
Da es noch zo viel in canberra zu sehen gab, beschlossen wir einfach noch einen Tag dort zu verbringen und dann nochmals in der Naehe von Canberra zu uebernachten. Gesagt getan, wir schauten uns noch einige andere beeindruckende Gebaude an, gingen noch etwas in der Stadt herum und machten uns auf die Weiterfahrt.
Canberra an sich ist wie alle australische Staetde sehr jung und vor allem sauber und gepflegt. Aber Canberra hat meiner Ansicht nach gar kein herz. Es ist einfach nur eine konstruierte Grossstadt, die den Streit um die Hauptstadt Australiens zwischen Sydney und Melbourne schlichten sollte, somit hat man aus einem kleinen Dorf eine Regierungsstadt gemacht und alles genaustens geplant, sodass alles PERFEKT zusammen passt und eigentlich auch architektonisch gesehen gut zusammen passt. Aber meiner Meinung nach einfach zu perfekt, zu unwirklich und atmosphaerenlos!
In der naechsten nacht schliefen wir auf einem Campingplatz neben dem Highway. Wir fuhren ind er Frueh weiter und passierten die Snowy Mountains. Mit dem Auto fuhren wir mitten hindurch und konnten gar nicht glauben wie viele Ski-Verleihe wir sahen. Doch tatsaechlich wird dort im Winter Schnee liegen!
Ebenso passierten wir die Grenze zu Victoria dem naechsten zu entdeckenden Bundesstaat. Wir fuhren bis an die Kueste und schluegn usner lager im Campingplatz, der gleich neben dem Strand gelegen war auf. Es war windig und frisch, aber so schoen gleich am Strand zu zein. Abends machten wir, so wie jeden Abend ein Campfire, diesmal waren auch so viele andere Leute dabei. Unter anderem ein Mann, der mit Haie fangen sein Geld verdient. Er holte auch gleich sein gesammeltes Hai Gebiss und zeigte es sehr stolz herum.
Die Nacht ging zuende und am folgenden tag sollte der wohl heisseste Tag meines Lebens starten. In ganz Victoria wurden Feuer Warnungen aufgestell, die es einem verboten offene Feuer zu machen. Letztes Jahr um diese Zeit wuetete ein riesiges Feuer in dieser Gegend, dabei verloren viele menschen ihr Heim und einige liessen ihr Leben. Somit wurden dieses Jahr haertere Gesetze eingefuehrt, die das offene Feuer komplett verboten und auch die Gasherbenutzung untersagt. Falls man erwischt wuerde, wenn man es trotzdem macht, koennen einem Strafen von 2 Jahren Gefaegnis, hohe Geldstrafen oder aber beides drohen.
Das Thermometer erreichte an diesem tag ueber 41Grad und der starke Wind, machte dies zu einem hohen Feuerrisiko!
Trotz allem machten wir uns gleich auf den Weg zum Strand, genossen das Wetter und die hohen Wellen, die das normale Schwimmen im Meer unmoeglich machen. :)
Anschliessend fuhren wir in einen weiteren Nationalpark, der auf einer Halbinsel gelegen ist und campten dort. Dort hatten wir die Moeglichkeit den Grill zu benutzen und kochten unser Essen. Abends kam etwas Regen auf, was die Luft aber gar nicht abkuehlen konnte. Die Nacht wurde sehr unruhig und vor allem unertraeglich heiss im Zelt. Sodass ich kaum ein Auge zu machen konnte. Tagsdarauf machten wir eine Wanderung zu einem Lookout Point und genossen die Aussicht. Auf dem Weg nach oben, kroch eine Schlange einen halben Meter von mit entfernt entlang.. Die Wanderung ging mitten durch den Nationalpark und es war so unglaublich. Letztes Jahr waren genau an dieser Stelle riesige Buschfeuer, was all die Baeume abbrannte und nur noch dessen schwarze, verruste Staemme hinterliess. Der Boden war voll mit Russ, was unsere Fuesse komplett schwarz faerbte. Es war unvorstellbar an einem Ort zu sein, wo so ein riesiges Chaos herrschte. Normalerweise hoert man nur von diesen Waldbraenden in Australien und alles scheint soooo weit weg zu sein, aber nun ging ich mitten durch einen solchen Ort... Seltsames Gefuehl sag ich da nur.
Anschliessend legten wir uns noch etwas an einen einsamen, verlassenen und wunderschoenen Strand und machten uns spaeter dann auf die Weiterreise nach Melbourne.
Am spaeten Nachmittag erreichten wir dann auch endlich unser Ziel! Es wurde zu einer etwas groesseren Herausforderung ein Hostel zu finden, da Melbourne durch die Australien Open etwas ueberfuellt ist, aber schliesslich hatten wir Erfolg.
Mit den Jungs gingen wir an unserem letzten gemeinsamen Abend zum Abschluss noch feiern. Die beiden sind am naechsten Tag (Getsern) weiter Richtung Adelaide gefahren und wir werden nun erstmal hier bleiben und uns nach Arbeit umschauen.
Melbourne macht auf mich einen sehr guten Eindruck und ich freue mich hier jetzt einige Tage vielleicht auch Wochen (wer weiss das schon) zu bleiben :)

Montag, 4. Januar 2010

Sydney again

Weihnachten haben wir super in Byron Bay uebertanden, auch wenn es gnz anders als zhause war!
Wir snd sehr lecker essen gegangen, haben ein 3-Gaenge Menue genossen und spaeter einen schoenen Abend mit Feiern verbracht. Dabei haben wir wiedermal sehr viele alte Bekannte Gesicter wiedergetroffen, also war es ein toller, lustiger doch untypischer Heiligabend.
Am 1. Weihnachtstag lagen wir nur faul am Strand und konnten dabei die verrueckten Backpacker beobachten (fuer die Weihnachten erst am 25. ist), die sch schon morgens ihr Bier gegoennt haben und spaeter mit Weihnahtsmuetze betrunken am Strand lagen.
Abends sn wir in dn Park, gegangen und haben dort alle moeglichen Leute beobachtet, die sich mit ihren Instrumenten dort zusammen gefunden haben und einach drauf los spielten oder tanzten.
Die folgenden Tage haben wir weiterhin am Strand verbracht und sind meistens Abends feiern gegangen. Mit den Leuten aus Tully haben wir dabei viel Zeit verbracht :)

Dann ging es aber auch schon weiter, am 29. nach Sydney. Die Fahrt dauerte ueber 14 Stunden doch wir fuehren Gott sei Dank ueber Nacht und konnten somit die meiste Zeit schlafen.
In Sydney sollte uns dann ein neues Abenteuer erwarten.
Im Vorraus hatten wir unbekannterweise einen ehemaligen Erftstaedter geschrieben. Dennis ist vor einigen Jahren nach Sydney ausgewandert und hat hier somit eine Wohnung. Wir fragten ihr vorher ob wir einige Naechte unterkommen koennten, denn ansonsten war es uns unmoeglich eine Unterkunft zu finden. Da Dennis ziemlich locker und nett drauf ist, hat er uns gleich zugesagt. Trotz allem waren Anna und ich ziemlich nervoes ihm das erste mal zu begegnen, immerhin wussten wir nicht mit wem wir es zutun bekommen wuerden.
Den ersten tag mussten wir warten, da Dennis bis abends arbeiten musste. Am Bahnsteig kam er uns abholen und machte einen sympathischen Eindruck. In der Wohnung fuehlten wir uns gleich wohl und waren froh dieses Risiko eingegangen zu sein.
An Silvester satnden wir schon um 6 Uhr morgens auf, damit wir ab halb 8 im botanischen garten von Sydney stehen konnten, um dort mit anderen tausenden menschen auf das Feuerwerk zu warten! Um 10 Uhr wurden die Tore geoeffnet und nach Fuenf Stunden Warten kamen wir dann auch endlich in das Gelaende herein (die Sicherheitskontrollen waren ziemlich hart). Wir ergatterten einen ganz guten Platz, denn obwohl wir ziemlich frueh dran waren, gab es noch viele mehr, die noch frueher waren als wir. Somit hatten wir einen guten Blick auf den gesamten Hafen nur leider, genau einen Ast, der die Sicht etwas erschwerte.
Trotz allem waren wir zufrieden und konnten nun weitere 12 Stunden warten. Zwischendurch passierte mal etwas ganz interessantes, wie einen Koreaner, der "Free Hugs" verteilte oder einige Iren, die als Umpalumpas verkleidet waren und immer wieder neue Spirentzchen anfingen. Ab 6 Ihr fing das Vorprogramm statt, von Flugzeugshows ueber Paraden zum Familienfeuerwerk war alles dabei. Doch die Zeit verging vergleichsweise schnell, denn schon bald wurde jede Stunde ein Feuerwerkskoerper gezuendet, der das neue Jahr naeher ruecken lies. Somit wurde es bald 12 Uhr und das riesige Feuerwerk konnte beginnen. Mit einer Flasche Sekt konnten Anna und ich das tollte Feuerwerk der Welt geniessen. Es war so beeindruckend und abwechslungsreich, dass man es kaum in Worte fassen kann. Hinzu kommt, dass es einfach ein ueberwaeltigender Gedanke ist, an Silvester in Sydney dabei gewesen zu sein, einfach unglaublich!
Wir genossen den Abend, doch nach dem Feuerwerk waren wir schon so muede, dass sich ein weiterer Eintrittspreis in einen Club nicht gelohnt haette. Immerhin haben wir zu dem Zeitpunkt schon ueber 17 Stunden warten muessen...
Somit startete das neue Jahr ruhig, aber ueberwaeltigend gut, beeindruckend und immerhin 10 Stunden vor Eurem neuen Jahr! :P

Die letzten Tage machten wir erneute Stadterkundungen, Rundfahrten und Erledigungen. Ausserdem trafen wir uns mit den "alten" Sydney Leuten wieder, die wir zu Beginn kennen gelernt haben.
Morgen wird es fuer uns weiter gehen, an der Suedkueste entlang nach Melbourne, das alles im Auto mit Chrisi und Marius. Die beiden haben sich ein Auto gekauft und wir werden sie die naechsten Wochen begleiten... Also kann der Road Trip beginnen.....